28. Oktober 2014

HJSA #3: Schnittmuster-Puzzle & Einlage-Fragen

Es gibt Fortschritte (trotz textlastigem Post).

Die Hamburger Herbstferien und damit einhergehender Nachwuchsbeschäftigungssausfall hatten mein Mantelprojekt während der letzten 14 Tage ... nun ja - ausgebremst. Erfreuliches gibt es nun von der Schnitterstellungs-Front: der zuletzt erfolgte Neustart machte ja ein neues Probeteil erforderlich.

NeueMode / Arnold - Schnitt 3115

Dieses wirklich in Gr. 46 zu testen hat mich echte Überwindung gekostet, nur das Wissen, dass die alten Schnitte ca. 1 Konfektionsgröße kleiner ausfallen und der Wunsch, unter der Jacke später mehr als ein T-Shirt tragen zu können gaben letzlich den Ausschlag. Und tatsächlich hatte dann alles Platz.
Nur das  wenig formgebende Rückteil des Arnold-Schnitts gefiel mir nicht und wurde unter Zuhilfenahme diverser anderer 70er-Burdaschnitte neu konstruiert; nachdem das erste Eis schon gebrochen war griff ich hierzu völlig enthemmt auch auf (schmale) Schnitte in Gr. 48 zurück. Mein Probeteil ist nun ein Mix aus 4 Schnittmustern, hat vorne wie hinten Wiener Nähte, steht mir und passt endlich - YEAH!

Hier könnte jetzt mal ein Foto der Umsetzung kommen. Gibt's aber nicht.

Kommen wir endlich zu den Luxus-Hürden: das Hadern mit der passenden (Bügel-) Einlage. Lucy/FrauNahtzugabe und Lucia hatten im Zuge des 2012er Mantel-SewAlongs zwar schon viel Wissenswertes zum Thema geschrieben, nur konnte ich daraus für mich noch nicht so die richtigen Schlüsse ziehen.

Da mein Oberstoff ein nicht allzu schwerer, elastischer Cord ist, braucht es eine dehnbare Einlage. Gleichzeitig möchte ich vor allem den Schulterbereich und die Belege etwas versteifen (kein "Brett", aber schon etwas Stand), damit das Ganze nicht so lappig wird.

Vlieseline606 zum Stabilisieren ist vorhanden, bringt hier aber für meinen Geschmack zu wenig Standfestigkeit. Ein Besuch bei Bracker - sonst immer das Fachgeschäft meiner Wahl - war ein glatter Beratungs-Flop und bescherte mir die Fehlinvestition einer Gewebeeinlage, mit der mein Oberstoff noch nicht mal mehr elastisch wäre. (Das nächste Mal, wenn keine der kompetenten Mitarbeiterinnen im Laden ist, sondern der Chef: Kehrtmachen. Nach Hause gehen. Oder etwas Beratungsfreies wie Knöpfe kaufen.)

Eventuell Plack für Schultern / Ärmel - zusätzlich zur Stretch-Einlage? Oder einfach Vlieseline 200, nur dort, wo keine Elastizität benötigt wird? Was mach ich dann mit dem oberen Rückenbereich?
Was verwendet ihr?

*Hier bei Chrissy* gibt's die Zwischenstände, Fragen & Antworten der übrigen SewAlonger.

Kommentare:

  1. Puh, ich glaube gleichzeitig elastisch und Stand geht nicht, da muss man sich entscheiden. Ich hätte auch zu einer dünnen Gewebeeinlage geraten, für Schultern, rund um die Armausschnitte, Kragen, Belege etc. Lieber als Vlieseline H200, die ich als unangenehm plastikmäßig empfinde. Aber letztendlich lässt sich das aus der Ferne nur schwer beurteilen, das müsste man anfassen können. Mach doch auf Cordresten mal ein paar Bügelproben mit verschiedenen Einlagen, falls noch nicht geschehen.

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  2. Fütterst du deinen Mantel ? Denn sonst könntest du ja auf das Futter und auf den OBerstoff die elastische Einlage machen und so etwas mehr STand erreichen.

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  3. Hast Du die Variante "Gewebeeinlage in schrägem Fadenlauf aufbügeln" schon ausprobiert? Unterschiedliche Einlagen für die verschiedenen Einsatzgebiete einzusetzen ist übrigens völlig legitim und wird beispielsweise in der Herrenschneiderei standardmäßig gemacht. Die vorgeschlagenen Bügelproben würde ich auf jeden Fall machen.
    LG, Bele

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